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Auction archive: Lot number 3907

Michel de Tarnowsky (1870 - 1946) - Bronzeskulptur "The Spirit of Humanity" von der Schlacht von Cambrai, 1917

Opening
€25,000
ca. US$27,970
Price realised:
n. a.
Auction archive: Lot number 3907

Michel de Tarnowsky (1870 - 1946) - Bronzeskulptur "The Spirit of Humanity" von der Schlacht von Cambrai, 1917

Opening
€25,000
ca. US$27,970
Price realised:
n. a.
Beschreibung:

Signiert und datiert "M. de Tarnowsky Paris 1920", nummeriert "3/20", Gießermarke "Montaguielli Paris - Cire Perdue". Schwarz-grün patinierte Bronze. Im Zentrum ein mächtiger britischer Mark IV-Panzer im Morast des Schlachtfeldes mit seitlich und dahinter vorrückenden britischen bzw. französischen Soldaten, darunter ein Dudelsackpfeifer der Seaforth Highlanders, Kavalleristen, MG-Schützen, Feldgeschütze, Fahnenträger und Trompeter oder ein Suchhund. Überhöht wird die Schlachtenszene durch eine geflügelte männliche Figur als Symbol des Fortschritts, in seinem Arm haltend die weibliche Figur der "Humanity". Maße der Bronze ca. 60 x 63 x 51 cm. Auf maßgefertigtem Holzsockel. Gesamthöhe ca. 75 cm. Michel de Tarnowsky wird 1870 als Sohn eines russischen Emigranten und einer amerikanischen Künstlerin in Nizza geboren, sein Medizinstudium bricht er nach einer schweren Krankheit ab und besucht die École des arts décoratifs de Nice und arbeitet anschließend in Paris im Atelier von Jules Dalou und Alexandre Falguière. Zwischen 1894 und 1902 stellt er regelmäßig im Salon des artistes français aus, wo er 1899 die Médaille vermeille gewinnt. 1900 erhält er auf der Pariser Weltausstellung eine ehrenvolle Erwähnung. Anfang des 20. Jahrhunderts arbeitet er als Professor für Bildhauerei an der New York University Institute of Fine Arts und hat 1903 im Madison Square Garden eine Ausstellung mit zahlreichen Portraitbüsten. 1910 kehrt er als Künstler nach Nizza zurück. Mit Ausbruch des 1. Weltkriegs wird er Dolmetscher für die britische Armee in Frankreich und wird sowohl mit dem Military Cross als auch dem Ordre national de la Légion d'honneur ausgezeichnet. Nach dem Krieg gestaltet er zahlreiche Gefallenen-Denkmäler und Kriegsmahnmale, bis er 1939 schlagartig erblindet. Montaguielli in Paris, eine der führenden Bronzegießereien Frankreichs. Die Schlacht von Cambrai im November 1917 gilt als die erste große Panzeroffensive der Geschichte. Die Hoffnungen der Briten, endlich die seit Jahren mehr oder weniger starren Frontverläufe mit einem Durchbruch der deutschen Stellungen in Bewegung zu bringen und das deutsche Heer zurückzudrängen und zu besiegen, erfüllten sich jedoch nicht. Am Morgen des 20. Novembers 1917, begleitet von den Dudelsack-Klängen der Seaforth Highlanders, attackierte die britische Armee mit über 200 Panzern die deutsche Front und konnte diese auf einer Breite von 16 km und einer Tiefe von 9 km auch durchbrechen, die strategisch wichtige Anhöhe bei Bourion konnte aber nicht genommen werden und am Abend des 20. hatten sie 49 Panzer verloren, weitere 40 waren mit defekten Ketten manövrierunfähig und weitere waren schwer beschädigt. Die folgenden Angriffe der nächsten Tage brachte den Briten noch kleinere Erfolge, der Vormarsch war jedoch gestoppt. Insgesamt wurden in dieser Schlacht 476 Mark IV Tanks von den insgesamt produzierten 1220 Exemplaren eingesetzt. Diese Skulptur "The Spirit of Humanity" war ursprünglich geplant als rund 16 Meter hohes Mahnmal des 1. Weltkriegs und zur Erinnerung sowohl an die Schlacht von Cambrai als auch die Zusammenarbeit der französischen und britischen Truppen, das inmitten der Stadt London aufgestellt werden sollte. Zur Finanzierung dieses Projekts war es vorgesehen, eine Auflage von 20 Exemplaren in der hier vorliegenden Ausführung herzustellen und zum Preis von 100 guineas (rund 105 GBP) zu verkaufen. Vorgestellt wurde die Skulptur dazu u.a. auf einer Ausstellung im November 1920 im Royal Automobile Club in Pall Mall, London. Ob die Auflage von 20 Exemplaren tatsächlich in vollem Umfang realisiert wurde, ist fraglich, insbesondere aufgrund der teuren Herstellung mittels des Wachsausschmelzverfahrens (Cire Perdue/Lost Wax). Bekannt sind jedenfalls von dieser Skulptur unseres Wissens nach weltweit nur drei Exemplare, neben der hier angebotenen "The Spirit of Humanity" noch ein Exemplar im National Army Museum in London sowie ein weiteres im Tank Museum Bovington, Dorset. Zustand: I - II

Auction archive: Lot number 3907
Auction:
Datum:
23 May 2019, 10:00
Auction house:
Hermann Historica
Bretonischer Ring 3
85630 Grasbrunn / München
Germany
contact@hermann-historica.com
+49 (0)89 54726490
+49 (0)89 5472649999
Beschreibung:

Signiert und datiert "M. de Tarnowsky Paris 1920", nummeriert "3/20", Gießermarke "Montaguielli Paris - Cire Perdue". Schwarz-grün patinierte Bronze. Im Zentrum ein mächtiger britischer Mark IV-Panzer im Morast des Schlachtfeldes mit seitlich und dahinter vorrückenden britischen bzw. französischen Soldaten, darunter ein Dudelsackpfeifer der Seaforth Highlanders, Kavalleristen, MG-Schützen, Feldgeschütze, Fahnenträger und Trompeter oder ein Suchhund. Überhöht wird die Schlachtenszene durch eine geflügelte männliche Figur als Symbol des Fortschritts, in seinem Arm haltend die weibliche Figur der "Humanity". Maße der Bronze ca. 60 x 63 x 51 cm. Auf maßgefertigtem Holzsockel. Gesamthöhe ca. 75 cm. Michel de Tarnowsky wird 1870 als Sohn eines russischen Emigranten und einer amerikanischen Künstlerin in Nizza geboren, sein Medizinstudium bricht er nach einer schweren Krankheit ab und besucht die École des arts décoratifs de Nice und arbeitet anschließend in Paris im Atelier von Jules Dalou und Alexandre Falguière. Zwischen 1894 und 1902 stellt er regelmäßig im Salon des artistes français aus, wo er 1899 die Médaille vermeille gewinnt. 1900 erhält er auf der Pariser Weltausstellung eine ehrenvolle Erwähnung. Anfang des 20. Jahrhunderts arbeitet er als Professor für Bildhauerei an der New York University Institute of Fine Arts und hat 1903 im Madison Square Garden eine Ausstellung mit zahlreichen Portraitbüsten. 1910 kehrt er als Künstler nach Nizza zurück. Mit Ausbruch des 1. Weltkriegs wird er Dolmetscher für die britische Armee in Frankreich und wird sowohl mit dem Military Cross als auch dem Ordre national de la Légion d'honneur ausgezeichnet. Nach dem Krieg gestaltet er zahlreiche Gefallenen-Denkmäler und Kriegsmahnmale, bis er 1939 schlagartig erblindet. Montaguielli in Paris, eine der führenden Bronzegießereien Frankreichs. Die Schlacht von Cambrai im November 1917 gilt als die erste große Panzeroffensive der Geschichte. Die Hoffnungen der Briten, endlich die seit Jahren mehr oder weniger starren Frontverläufe mit einem Durchbruch der deutschen Stellungen in Bewegung zu bringen und das deutsche Heer zurückzudrängen und zu besiegen, erfüllten sich jedoch nicht. Am Morgen des 20. Novembers 1917, begleitet von den Dudelsack-Klängen der Seaforth Highlanders, attackierte die britische Armee mit über 200 Panzern die deutsche Front und konnte diese auf einer Breite von 16 km und einer Tiefe von 9 km auch durchbrechen, die strategisch wichtige Anhöhe bei Bourion konnte aber nicht genommen werden und am Abend des 20. hatten sie 49 Panzer verloren, weitere 40 waren mit defekten Ketten manövrierunfähig und weitere waren schwer beschädigt. Die folgenden Angriffe der nächsten Tage brachte den Briten noch kleinere Erfolge, der Vormarsch war jedoch gestoppt. Insgesamt wurden in dieser Schlacht 476 Mark IV Tanks von den insgesamt produzierten 1220 Exemplaren eingesetzt. Diese Skulptur "The Spirit of Humanity" war ursprünglich geplant als rund 16 Meter hohes Mahnmal des 1. Weltkriegs und zur Erinnerung sowohl an die Schlacht von Cambrai als auch die Zusammenarbeit der französischen und britischen Truppen, das inmitten der Stadt London aufgestellt werden sollte. Zur Finanzierung dieses Projekts war es vorgesehen, eine Auflage von 20 Exemplaren in der hier vorliegenden Ausführung herzustellen und zum Preis von 100 guineas (rund 105 GBP) zu verkaufen. Vorgestellt wurde die Skulptur dazu u.a. auf einer Ausstellung im November 1920 im Royal Automobile Club in Pall Mall, London. Ob die Auflage von 20 Exemplaren tatsächlich in vollem Umfang realisiert wurde, ist fraglich, insbesondere aufgrund der teuren Herstellung mittels des Wachsausschmelzverfahrens (Cire Perdue/Lost Wax). Bekannt sind jedenfalls von dieser Skulptur unseres Wissens nach weltweit nur drei Exemplare, neben der hier angebotenen "The Spirit of Humanity" noch ein Exemplar im National Army Museum in London sowie ein weiteres im Tank Museum Bovington, Dorset. Zustand: I - II

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Auction:
Datum:
23 May 2019, 10:00
Auction house:
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Bretonischer Ring 3
85630 Grasbrunn / München
Germany
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