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Auction archive: Lot number 3438

EDUARDO CHILLIDA

Estimate
CHF130,000 - CHF160,000
ca. US$135,472 - US$166,735
Price realised:
CHF213,800
ca. US$222,800
Auction archive: Lot number 3438

EDUARDO CHILLIDA

Estimate
CHF130,000 - CHF160,000
ca. US$135,472 - US$166,735
Price realised:
CHF213,800
ca. US$222,800
Beschreibung:

EDUARDO CHILLIDA (1924 San Sebastián 2002) Ohne Titel. 1989. Tinte auf Papier und Faden. Unten links signiert und mit Künstlersignet: Chillida. 120 × 79,5 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Nachlass von Eduardo Chillida und Hauser & Wirth, März 2022, bestätigt. Es ist im Archiv unter der Nummer: CH89GT58, registriert. Wir danken dem Nachlass von Eduardo Chillida und Hauser & Wirth für die freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Elivra Gonzales, Madrid. - Vom heutigen Besitzer 1999 bei obiger Galerie auf der Art Basel erworben, seitdem Privatsammlung Österreich. “To look is one thing, to see is another thing; to see is very difficult, normally; to look is to try to see. I have looked and I hope I have seen.” Eduardo Chillida Eduardo Chillida entwickelt seine völlig eigene Formensprache, die ihn unverwechselbar macht und zu einem der bedeutendsten Bildhauer, Maler und Grafiker Spaniens werden lässt. Er experimentiert mit unterschiedlichsten Materialien, wie Granit, Marmor, Papier, Filz, Stahl und Eisen. „Ich bin einer von denen, die denken, dass Menschen von einem Ort stammen. Idealerweise stammen wir von einem Ort, haben unsere Wurzeln in einem Ort, aber unsere Arme strecken wir aus in die ganze Welt, lassen uns inspirieren von den Ideen der verschiedenen Kulturen.“ Diese Worte lassen sich in vielen seiner Werke bildlich wiederfinden: eine tiefe Verbundenheit mit der heimatlichen Erde unter dem Einfluss der Welt, beziehungsweise, unter den Einfluss des Raumes. Sowohl in seinem plastischen Werk, wie aber auch in seiner Druckgrafik und den Gemälden steht seine architekturale Auffassung des Raumes im Vordergrund. Es sind die Grenzen des Raumes, die zum zentralen Thema seiner Werke werden – und zwar wird nicht die Form durch den Raum bestimmt, sondern die Räumlichkeit über die Objektform festgelegt. Dieser künstlerische Wert lebt in seinen Gemälden vom Kontrast zwischen weissen und schwarzen Flächen, und die Entsprechung findet sich bei seinen Stahlvolumen wieder, in denen er die monumentale Materialität mit den umgebenen Räumen kontrastiert. Beeinflusst durch seine Vorliebe zur Musik, referieren die Titel seiner Werke oftmals den Komponisten wie Johann Sebastian Bach oder den Harfenspieler Nicanor Zabaleta, wie beispielsweise „Euzkadi“, „Aundi“, „Beltza“, „Hutsune“, oder „Gravitation“. Das vorliegende Werk ist Teil seines reifen Spätwerkes. In den 1980er Jahren experimentiert Chillida vermehrt mit Viereckformen in seinen Gemälden und der Druckgrafik. Seine deutliche Affinität zu glatten Flächen, klaren Kanten und Linien tritt in den Fokus und führt zu einer Hervorhebung der reinen Formen. Seine besondere Auffassung vom Raum kommt auch hier besonders zur Geltung: das Werk besteht aus zwei übereinander gelegten, handgeschöpften Papierblättern. Diese sind minimalistisch am Oberrand mit Fäden an einer 5 Millimeter schmalen Holzleiste lose montiert und stabilisiert. Durch diesen dünnen Abstand zwischen den Blättern wird das ganze Volum des Werkes erzeugt: die fünf Ausschnitte in der ersten Papierschicht erhalten eine bewegliche Tiefe und erzeugen einen dreidimensionalen Effekt. Vom klassischen zweidimensionalen Gemälde zu einer massiven, dennoch filigranen, beweglichen Papierarbeit, welche Aspekte eines Volumens annimmt. Auch dadurch, dass keine klar definierten Grenzen gezogen sind, wendet sich der Künstler dem unendlichen Raum um die schwarze Fläche herum zu, und lädt ihn in die Bewegung und Energie mit ein. Aus dem schwarzen Viereck heraus scheinen die freilaufenden schwarzen Linien, in ihren Verlauf, eine Orientierung zu finden und interagieren organisch mit der räumlichen weissen Leere. Entsprechend dem Denken Chillidas, strahlt diese Arbeit, trotz der Unterteilung der Formen, eine homogene Materialität aus – eine Selbstgewissheit an Ruhe und Kraft sowie eine Offenheit für den umgebenen Raum, die Welt, oder das noch nicht erfahrene.

Auction archive: Lot number 3438
Auction:
Datum:
30 Jun 2022
Auction house:
Koller Auktionen AG
Hardturmstr. 102
8031 Zürich
Switzerland
koller@kollerauktionen.ch
+41 (0)44 4456330
Beschreibung:

EDUARDO CHILLIDA (1924 San Sebastián 2002) Ohne Titel. 1989. Tinte auf Papier und Faden. Unten links signiert und mit Künstlersignet: Chillida. 120 × 79,5 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Nachlass von Eduardo Chillida und Hauser & Wirth, März 2022, bestätigt. Es ist im Archiv unter der Nummer: CH89GT58, registriert. Wir danken dem Nachlass von Eduardo Chillida und Hauser & Wirth für die freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Elivra Gonzales, Madrid. - Vom heutigen Besitzer 1999 bei obiger Galerie auf der Art Basel erworben, seitdem Privatsammlung Österreich. “To look is one thing, to see is another thing; to see is very difficult, normally; to look is to try to see. I have looked and I hope I have seen.” Eduardo Chillida Eduardo Chillida entwickelt seine völlig eigene Formensprache, die ihn unverwechselbar macht und zu einem der bedeutendsten Bildhauer, Maler und Grafiker Spaniens werden lässt. Er experimentiert mit unterschiedlichsten Materialien, wie Granit, Marmor, Papier, Filz, Stahl und Eisen. „Ich bin einer von denen, die denken, dass Menschen von einem Ort stammen. Idealerweise stammen wir von einem Ort, haben unsere Wurzeln in einem Ort, aber unsere Arme strecken wir aus in die ganze Welt, lassen uns inspirieren von den Ideen der verschiedenen Kulturen.“ Diese Worte lassen sich in vielen seiner Werke bildlich wiederfinden: eine tiefe Verbundenheit mit der heimatlichen Erde unter dem Einfluss der Welt, beziehungsweise, unter den Einfluss des Raumes. Sowohl in seinem plastischen Werk, wie aber auch in seiner Druckgrafik und den Gemälden steht seine architekturale Auffassung des Raumes im Vordergrund. Es sind die Grenzen des Raumes, die zum zentralen Thema seiner Werke werden – und zwar wird nicht die Form durch den Raum bestimmt, sondern die Räumlichkeit über die Objektform festgelegt. Dieser künstlerische Wert lebt in seinen Gemälden vom Kontrast zwischen weissen und schwarzen Flächen, und die Entsprechung findet sich bei seinen Stahlvolumen wieder, in denen er die monumentale Materialität mit den umgebenen Räumen kontrastiert. Beeinflusst durch seine Vorliebe zur Musik, referieren die Titel seiner Werke oftmals den Komponisten wie Johann Sebastian Bach oder den Harfenspieler Nicanor Zabaleta, wie beispielsweise „Euzkadi“, „Aundi“, „Beltza“, „Hutsune“, oder „Gravitation“. Das vorliegende Werk ist Teil seines reifen Spätwerkes. In den 1980er Jahren experimentiert Chillida vermehrt mit Viereckformen in seinen Gemälden und der Druckgrafik. Seine deutliche Affinität zu glatten Flächen, klaren Kanten und Linien tritt in den Fokus und führt zu einer Hervorhebung der reinen Formen. Seine besondere Auffassung vom Raum kommt auch hier besonders zur Geltung: das Werk besteht aus zwei übereinander gelegten, handgeschöpften Papierblättern. Diese sind minimalistisch am Oberrand mit Fäden an einer 5 Millimeter schmalen Holzleiste lose montiert und stabilisiert. Durch diesen dünnen Abstand zwischen den Blättern wird das ganze Volum des Werkes erzeugt: die fünf Ausschnitte in der ersten Papierschicht erhalten eine bewegliche Tiefe und erzeugen einen dreidimensionalen Effekt. Vom klassischen zweidimensionalen Gemälde zu einer massiven, dennoch filigranen, beweglichen Papierarbeit, welche Aspekte eines Volumens annimmt. Auch dadurch, dass keine klar definierten Grenzen gezogen sind, wendet sich der Künstler dem unendlichen Raum um die schwarze Fläche herum zu, und lädt ihn in die Bewegung und Energie mit ein. Aus dem schwarzen Viereck heraus scheinen die freilaufenden schwarzen Linien, in ihren Verlauf, eine Orientierung zu finden und interagieren organisch mit der räumlichen weissen Leere. Entsprechend dem Denken Chillidas, strahlt diese Arbeit, trotz der Unterteilung der Formen, eine homogene Materialität aus – eine Selbstgewissheit an Ruhe und Kraft sowie eine Offenheit für den umgebenen Raum, die Welt, oder das noch nicht erfahrene.

Auction archive: Lot number 3438
Auction:
Datum:
30 Jun 2022
Auction house:
Koller Auktionen AG
Hardturmstr. 102
8031 Zürich
Switzerland
koller@kollerauktionen.ch
+41 (0)44 4456330
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