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Auction archive: Lot number 354

INKUNABELN -

Estimate
CHF25,000 - CHF40,000
ca. US$26,738 - US$42,781
Price realised:
CHF30,800
ca. US$32,942
Auction archive: Lot number 354

INKUNABELN -

Estimate
CHF25,000 - CHF40,000
ca. US$26,738 - US$42,781
Price realised:
CHF30,800
ca. US$32,942
Beschreibung:

INKUNABELN - Brant, Sebastian. De Origine et conversatione bonorum Regum: & laude Civitatis Hierosolymae: cum exhortatione eiusdem recuperande. Mit gest., altkol. Titelvignette, 1 nahezu ganzs. Holzschnitt u. gest. Holzschnitt-Druckermarke als Schlussvignette. Basel, Johann Bergmann, März 1495. Gr.-8°. [161] Bll. [das erste und letzte weiss, Kollation: A-V8]. 28 Zeilen roman. Typ. Halbschweinsleder-Einband d. Z. über Holzdeckeln auf 3 Bünden mit hs. Rückentitel (von alter Hand), floraler Rollbandornamentik und Streicheisenverzierung sowie fragmentarischer Messing-Schliesse (Spange fehlt; am ob. Kapital angerissen, etwas wurmstichig, gebräunt u. etwas fleckig, Rücken bestossen, Innengelenke etwas angeplatzt). Moderne Halb-Maroquin-Kassette mit beweglicher Holz-Schliesse eines Buchbinder-Meisters (sign. "Renaud Vernier 2000") und Schuber mit Rückenschild. GW 05072 - Hain 3735 - Pellechet 2819 - Schreiber 3574 - Schramm XXII, 47 - Proctor 7772 - BMC III, 794 - Goff B 1097 - Walsh 1255. BSB B-810 - Van der Haegen I, 28.6 - Hieronymus 186 - Druckermarke bei Weil 48. - Erste und einzige Inkunabelausgabe. - Das historisch-politische Hauptwerk Sebastian Brants, in dem er Kaiser Maximilian zum Kampf gegen die Türken und zur Wiedereroberung Jerusalems aufruft. Das Werk beschreibt darüber hinaus die Geschichte Jerusalems, die Kämpfe Karls des Grossen gegen die Mauren und die Kreuzzüge. Nur ein Jahr nach dem Narrenschiff erschien das Werk, wie von Sebastian Brant beabsichtigt, rechtzeitig zum Wormser Reichstag. Obwohl in relativ kurzer Zeit entstanden, ist das Buch "mit Sorgfalt gesetzt und gedruckt" worden (Antje Foresta, Sebastian Brant als Historiker, S. 29). - Die beiden Holzschnitte mit Darstellungen des Kaisers vor Jerusalem, den göttlichen Erlass durch die Insignien empfangend. Die Stiche sind dem Meister des Verardus zuzuschreiben. - Die Lage A2 sign. A. - In den Rändern etwas gebräunt, stellenweise fingerfleckig, Vorsätze etwas angeschmutzt. Erstes Drittel mit kl. Wurmlöchlein (minimaler Textverlust), weiterer Wurmgang auf den letzten 4 Blatt (im weissen Rand). Blatt S8 mit Randeinriss durch Papierfehler. - Provenienz: Auf letztem Blatt zeitgenössischer Besitzvermerk der Karthause von Basel, auf dem vorderen fliegenden Vorsatz mehrzeiliger Vermerk von derselben Hand: "Liber Cartusien(sium) in Bas(i)lea p(ro)veniens a Doctore Sebastiano Brant c(on)tinens ..." und Titelzitat. Wohl Schenkungsexemplar Sebastian Brants an die Karthause. - Diese ist für ihre engen Beziehungen zum Basler Humanistenkreisen bekannt. 1982 wurde bei Helmut Tenner in Heidelberg ein Sammelband mit Basler Inkunabeln gleicher Provenienz versteigert, der den Vermerk einer Schenkung J. Amerbachs, zweifellos von der Hand desselben Bibliothekars der Karthause trägt (vgl. Tenner, Auktion 139, 456 u. Taf. II), darüber hinaus besitzt die Universitätsbibliothek Basel unter der Signatur FN VI 3:3 ein weiteres Exemplar des vorliegenden Werkes, das ebenso diesen hs. Besitzvermerk der Karthause trägt.

Auction archive: Lot number 354
Auction:
Datum:
24 Mar 2021
Auction house:
Koller Auktionen AG
Hardturmstr. 102
8031 Zürich
Switzerland
koller@kollerauktionen.ch
+41 (0)44 4456330
Beschreibung:

INKUNABELN - Brant, Sebastian. De Origine et conversatione bonorum Regum: & laude Civitatis Hierosolymae: cum exhortatione eiusdem recuperande. Mit gest., altkol. Titelvignette, 1 nahezu ganzs. Holzschnitt u. gest. Holzschnitt-Druckermarke als Schlussvignette. Basel, Johann Bergmann, März 1495. Gr.-8°. [161] Bll. [das erste und letzte weiss, Kollation: A-V8]. 28 Zeilen roman. Typ. Halbschweinsleder-Einband d. Z. über Holzdeckeln auf 3 Bünden mit hs. Rückentitel (von alter Hand), floraler Rollbandornamentik und Streicheisenverzierung sowie fragmentarischer Messing-Schliesse (Spange fehlt; am ob. Kapital angerissen, etwas wurmstichig, gebräunt u. etwas fleckig, Rücken bestossen, Innengelenke etwas angeplatzt). Moderne Halb-Maroquin-Kassette mit beweglicher Holz-Schliesse eines Buchbinder-Meisters (sign. "Renaud Vernier 2000") und Schuber mit Rückenschild. GW 05072 - Hain 3735 - Pellechet 2819 - Schreiber 3574 - Schramm XXII, 47 - Proctor 7772 - BMC III, 794 - Goff B 1097 - Walsh 1255. BSB B-810 - Van der Haegen I, 28.6 - Hieronymus 186 - Druckermarke bei Weil 48. - Erste und einzige Inkunabelausgabe. - Das historisch-politische Hauptwerk Sebastian Brants, in dem er Kaiser Maximilian zum Kampf gegen die Türken und zur Wiedereroberung Jerusalems aufruft. Das Werk beschreibt darüber hinaus die Geschichte Jerusalems, die Kämpfe Karls des Grossen gegen die Mauren und die Kreuzzüge. Nur ein Jahr nach dem Narrenschiff erschien das Werk, wie von Sebastian Brant beabsichtigt, rechtzeitig zum Wormser Reichstag. Obwohl in relativ kurzer Zeit entstanden, ist das Buch "mit Sorgfalt gesetzt und gedruckt" worden (Antje Foresta, Sebastian Brant als Historiker, S. 29). - Die beiden Holzschnitte mit Darstellungen des Kaisers vor Jerusalem, den göttlichen Erlass durch die Insignien empfangend. Die Stiche sind dem Meister des Verardus zuzuschreiben. - Die Lage A2 sign. A. - In den Rändern etwas gebräunt, stellenweise fingerfleckig, Vorsätze etwas angeschmutzt. Erstes Drittel mit kl. Wurmlöchlein (minimaler Textverlust), weiterer Wurmgang auf den letzten 4 Blatt (im weissen Rand). Blatt S8 mit Randeinriss durch Papierfehler. - Provenienz: Auf letztem Blatt zeitgenössischer Besitzvermerk der Karthause von Basel, auf dem vorderen fliegenden Vorsatz mehrzeiliger Vermerk von derselben Hand: "Liber Cartusien(sium) in Bas(i)lea p(ro)veniens a Doctore Sebastiano Brant c(on)tinens ..." und Titelzitat. Wohl Schenkungsexemplar Sebastian Brants an die Karthause. - Diese ist für ihre engen Beziehungen zum Basler Humanistenkreisen bekannt. 1982 wurde bei Helmut Tenner in Heidelberg ein Sammelband mit Basler Inkunabeln gleicher Provenienz versteigert, der den Vermerk einer Schenkung J. Amerbachs, zweifellos von der Hand desselben Bibliothekars der Karthause trägt (vgl. Tenner, Auktion 139, 456 u. Taf. II), darüber hinaus besitzt die Universitätsbibliothek Basel unter der Signatur FN VI 3:3 ein weiteres Exemplar des vorliegenden Werkes, das ebenso diesen hs. Besitzvermerk der Karthause trägt.

Auction archive: Lot number 354
Auction:
Datum:
24 Mar 2021
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